06.06.2022 - Geburtstag im Krankenhaus feiern, warum auch nicht?
So hatte ich mir meinen diesjährigen Geburtstag sicher nicht vorgestellt, am Samstag vor zwei Wochen ging es mir von jetzt auf gleich unsagbar schlecht, ich hatte kolossale Schmerzen in meiner linken Flanke. Ich kannte diese Schmerzen schon, nur waren diese jetzt gefühlt 20x schlimmer. Also rief meine Mama, die ich vorher gebeten hatte zu mir zu kommen, den RTW, welcher auch sehr schnell bei mir an meiner neuen Wohnung war. Der Rettungsdienst fackelte nicht lang und begleitete mich in den Rettungswagen, der direkt vor der Haustür stand. Ich hoffte, dass ich schnell Schmerzmittel bekomme, aber leider war dem nicht so, da meine Venen für ein Legen eines Zugangs so miserabel waren und immer wieder wegrutschten, sodass wir uns entschieden, schnell in die Klinik zu düsen und das den geübten Fachkräften vor Ort zu überlassen. Mit gefühltem Tempo 180 ging es ins nächstgelegene Krankenhaus, wo ich auch nicht lange warten musste. Nach einem Ultraschall und einem CT stand die Diagnose ganz schnell im Raum: Nierenstein. Und kein Kleiner! 5mm hatte er im Durchmesser und war somit zu groß, um von alleine wegzugehen, wie die Jahre davor immer. (Mit Nierensteinen habe ich schon Probleme seitdem ich 9 Jahre alt bin). Um mir meine Schmerzen zu nehmen, legte man mit eine Schiene von der Niere in die Blase, damit der Urin ungehindert abfliessen konnte. Am darauffolgenden Morgen wurde ich mit Schiene entlassen und sollte auf einen OP-Termin warten. Kaum war ich 2 Stunden aus dem Krankenhaus raus und zuhause bekam ich wieder ganz schlimme Schmerzen, ich wusste nicht, wie ich liegen oder stehen sollte, geschweige denn Sitzen. Also rief meine Mama ein 2. Mal den RTW. Ich kam wieder ins selbe Krankenhaus und wurde erneut untersucht. Die Schmerzen hatte die Schiene verursacht. Der Arzt sagte mir, dass er versucht mich noch für den nächsten Tag im OP anzumelden, könne aber nichts versprechen. Ich nahm dies dankend an und er klärte mich schon mal auf, damit ich weiß, was ungefähr auf mich zu kommt. Tatsächlich wurde ich spätabends am darauffolgenden Tag operiert. Ich war so glücklich und in der Hoffnung, dass ich meinen Geburtstag doch noch zuhause verbringen könnte. Doch daraus wurde leider nichts, Am nächsten Tag ging es mit sehr gut, Blasenkatheter und Schiene wurden gezogen und ich sollte nach Hause. Doch beim Abschluss-Ultraschall stellte die Ärztin fest, dass meine Niere wieder gestaut war, gab mir Medikamente und ich sollte trotzdem nach Hause. Also ging ich auf mein Zimmer und wollte gerade noch die letzten Sachen zusammen packen als ich auf einmal wieder sehr schlimme Schmerzen bekam, wieder in der linken Niere. Ich bekam sofort ein starkes Schmerzmittel, welches auch Gott sei Dank nach 10 Minuten sofort wirkte da es durch die Vene direkt in den Blutkreislauf gebracht wurde. Aber es stand schnell fest, dass ich wieder eine Schiene benötigen werde. Ich bat um eine Sedierung, da ich beim ersten Mal trotz lokaler Betäubung alles gemerkt habe, das ist nicht zu empfehlen. Also wurde wieder eine neue Schiene gesetzt und ich durfte dann am nächsten Tag nach Hause.
Jetzt bin ich dabei, wieder meinen Kreislauf in Schwung zu bringen und warte auf meinen Termin beim Urologen, zur Entfernung der Schiene in der Hoffnung, dass ich danach wieder Arbeiten gehen darf.
In dieser ganzen Zeit war ich leider auch nicht einmal im Tierheim um meine geliebten Hunde zu besuchen, das fehlt ganz schön!